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Nachbarliches
Grenzbrücken
Brücke am Schwarzbach
Der Schwarzbach entspringt im Pöllwitzer Wald und fließt in den
gleichnamigen Flurteil zur Triebes hin. Er trifft in seinen Lauf in
Zeulenrodaer Flur ein, wobei hier wider die Grenze verläuft.
Im September 1874 beschloß der Gemeinderat die Brücke am Schwarzbach.
Bei Seidlers Teich, neu zu bauen und zwar aus Bruchsteinen. Die
Gemeinde Niederböhmersdorf sollte sich am halben Kostenbeitrag
beteiligen. Diese hat aber eine Steinbrücke aus Kostenersparnis
abgelehnt, es solle nur eine einfache Brücke gebaut werden. Diese
Angelegenheit hat sich über Jahre hingezogen. Selbst Besichtigungen am
Ort mussten aus verschiedenen Gründen, vor allem seitens
Niederböhmersdorf, mehrmals anberaumt werden. Im September 1875 schrieb
der Bürgermeister dieser Gemeinde, dass er sich auf den Bau nicht
einlässt und die Hälfte der Kosten nicht bezahlen werde. Jedoch waren
die Verhandlungen städtischer seits soweit gediehen , dass der Bau der
Bruchsteinbrücke begonnen wurde und im August 1876 war sie endlich
fertig gestellt. Die Gesamtkosten betrugen 79 Mark und 13 Pfennige. Die
Gemeinde Niederböhmersdorf hat aber doch noch den fälligen Betrag von
39 Mark und 56 Pfennigen bezahlt. Damit war ein zweijähriger Streit
beendet, bei dem es sich gegenüber der heutigen Zeit doch um
Pfennigbeträge gehandelt hatte, um die sich damals gestritten worden
ist.
Greizer Fußsteig
Am ehemaligen Greizer Fußsteig, der jetzt nur noch von wenigen begangen
wird, überquert am Logishaus ein Steg den Triebesbach. 1906 mußte der
baufällig gewordene Steg erneuert werden und so wurde er im Oktober mit
2 festen Auflagen, 2 Eisenträgern die mit Bohlen belegt waren und einem
einseitigem Geländer versehen, fertig gestellt. Die Kosten betrugen
244,98 Mark, die die Gemeinde Niederböhmersdorf mit tragen sollte,
diese hat sich jedoch geweigert und so entspann sich ein langer Streit.
Der Bürgermeister warf der Stadt vor, zu teuer gebaut zu haben, eine
hölzerne Brücke hätte es auch getan und außerdem würden täglich
vielmehr Lochmanns Arbeiter aus der Stadt die Bücke benutzen, als
umgekehrt kaum Niederböhmersdorfer Einwohner hier rüber gingen. Die
Stadt hatte verlangt, dass die Gemeinde die Kosten zur Hälfte tragen
sollte, diese wiederum wollte nur ein Drittel bezahlen. So ging der
Streit weiter und so wurde das Landratsamt Reuß jüngere Linie in Gera
mit eingeschaltet. Diese teilte der Stadt mit, dass laut Katasterakte
die Grenze an dieser Stelle zwischen Reuß älterer Linie Zeulenroda Reuß
jüngerer Linie Niederböhmersdorf, in der Bachmitte verläuft. Nach
längerem Schriftverkehr bezahlte dann die Gemeinde 1927 das eine
Drittel der Kosten in Höhe von 87,44 Mark. Damit war die Sache nach 11
Jahren endlich erledigt.
1924 wurde die Brücke auf Grund von Eingaben der Pächter des
Schrebergarten-Vereins Lochmann-Werke verbreitert. Der Steg war sehr
schmal und so waren sie gezwungen ihren Mist und die Jauche vor der
Brücke umzufüllen und in ihre Gärten zu tragen. Dies wäre sehr
aufwendig und Kräfte zehrend. Daraufhin wurde die Brücke breiter
gebaut. Im Herbst 1995 wurde die Brücke erneuert und mit einem
doppelseitigen Geländer versehen